Mit der 4-Tage-Woche Mitarbeiter gewinnen und Margen erhöhen

„Ein gutes Verhältnis zu Kollegen“ und dann bereits „flexible Arbeitszeit“. Die meisten Studien zu Mitarbeiterwünschen zeigen, dass das Thema Arbeitszeit ein Kernthema ist. Im Handwerk ist Flexibilität schwer umsetzbar. Doch mit der 4-Tage-Woche wird es für Maler und Lackierer möglich – und Betriebe profitieren doppelt.

Warum Betriebsinhaber etwas tun müssen

Im Handwerk ist es kaum vorstellbar, dass ein Kollege um 6 Uhr auf der Baustelle steht, ein anderer aber erst um 10 Uhr kommt – und der nächste heute nicht so gut drauf ist. Was als Gleitzeit im Büro oft gut funktioniert, ist für die Männer und Frauen auf der Baustelle schwer zu realisieren. Dennoch sollten Betriebsinhaber alles versuchen, um ihr Bau-Team in den Genuss flexibler Arbeitszeit kommen zu lassen. Sie ist bereits ein wichtiges Thema. In der nun nachrückenden Generation kann sie zu einem echten Problem (für all jene mit starren Arbeitszeitmodellen) oder einer Riesen-Chance für Arbeitgeber werden. Zu den Betrieben auf der Chancen-Seite werden aber nur die gehören, die sich intensiv mit unterschiedlichen Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung beschäftigt haben. Ganz offen gesagt: Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben für Handwerksunternehmer. Im Kampf um Fachkräfte sollten sich auch Maler- und Lackiererbetriebe mit flexiblen Arbeitszeiten auseinandersetzen und ihren Mitarbeitenden ein gutes Arbeitsumfeld schaffen.

Gewinn steigern mit 4-Tage-Woche

In vielen Handwerksbetrieben ist der Freitag ein kurzer Arbeitstag. Doch Rüstkosten und Fahrtzeiten laufen normal weiter. Dementsprechend erzielen Maler und Lackierer an dem Tag wenig produktive Leistung. Produktivitätsmindernd wirkt sich auch die „Bald ist Wochenende“-Geisteshaltung aus. Größere Arbeitsschritte werden auf die kommende Woche geschoben. Das Ergebnis: Der Freitag wird nur für „Kleinkram“ genutzt. Eine 4-Tage-Woche kann diesen weit verbreiteten Gewinn-Vernichter beseitigen. Dank höherer Stundenzahl pro Tag werden Fahrt- und Rüstkosten pro Auftrag reduziert. Letztlich ist die 4-Tage-Woche ein Gewinn für alle – Mitarbeiter, Ihr Betrieb und auch Kunden profitieren von höherer Effizienz und zufriedenen Handwerkern und Handwerkerinnen.

 

 

Unser Experte Daniel Dirkes

Mehr als ein Jahrzehnt Handwerks-Erfahrung, hunderte beratene Handwerksbetriebe in ganz Deutschland und Vorträge vor tausenden Betriebsinhabern: Daniel Dirkes ist Gründer und Geschäftsführer der Auf Kurs GmbH. Mit den Themen Marketing, Mitarbeitergewinnung und Digitalisierung gehört er zu den führenden Handwerks-Experten. 

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Reden Sie vorher mit Ihrem Team

Natürlich ist die 4-Tage-Woche nicht für jeden etwas. Positiv wird dieses Arbeitszeitmodell oft aufgenommen, wenn Sie es optional anbieten. Das funktioniert organisatorisch aber meist nur in Betrieben mit 2–3 Bau-Teams. Das Entscheidende bei der Einführung bzw. Überlegung ist stets, dass Sie vorher mit Ihrem Team über die Möglichkeiten reden! Das Team sollte von Anfang an mit ins Boot geholt und Sorgen sollten besprochen werden. Oftmals entstehen in einem Teamgespräch auch weitere Ideen, die das Arbeitsklima verbessern und Produktivität sowie Zufriedenheit steigern. Die Erfahrung ist hier ganz eindeutig: Wer es sich als Chef zur Aufgabe macht, seine Mitarbeitenden zu fordern und zu fördern, ihnen ein gutes Arbeitsklima und einen organisierten Arbeitsplatz zur Verfügung stellt, der hat kaum Sorgen und spürt den Fachkräftemangel nicht. Wichtig dabei: Finden Sie einen authentischen Weg, der zu Ihnen, Ihrer Philosophie und Ihrem Führungsstil passt.

Mit der 4-Tage-Woche Mitarbeiter finden

Bei erfolgreicher Mitarbeitergewinnung geht es vorrangig nicht um den Kanal. Ob Social Media, Tageszeitung oder kreative Wege – wer keine Arbeitgeberstärken hat, wird keinen Erfolg haben. Mit der 4-Tage-Woche schaffen Sie ein starkes Argument für potenzielle Mitarbeiter. Daher müssen Sie Ihre Vorteile klar und offensiv kommunizieren. Im Job-Bereich Ihrer Website, über die sozialen Netzwerke und natürlich in jeder Stellenanzeige. Wie das geht, erfahren Sie in unserem Artikel 3 Schritte mit denen Maler und Lackierer ihre Mitarbeitergewinnung auf Trab bringen.

 

 

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