Eine ganz heiße Kiste

Im Hitzesommer 2018 wurde das Parkett im Kammermusiksaal der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung saniert. Die hohen Raumtemperaturen verlangten der eingesetzten 2K Wasserlack-Beschichtung einiges ab. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen überzeugt das Endergebnis durch ein homogenes seidenmattes Finish.

Delta 2K Klarlack Aqua Finish
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen überzeugt das Endergebnis durch ein homogenes seidenmattes Finish.

Eine ganz heiße Kiste

Der Werner Richard Saal ist einer der meist genutzten Veranstaltungsräume im westfälischen Herdecke. 2001 war er von der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung gebaut worden, um einen angemessen Rahmen für deren Konzertreihen zu schaffen, die weit über die Grenzen der Ruhrstadt hinaus einen ausgezeichneten Ruf genießen. Gleichzeitig wird der Saal aber auch für Firmen­ver­an­staltungen der Dörken-Gruppe und anderer Unternehmen am Standort und für Events der Stadt und vieler Vereine und Organisationen genutzt. Fast täglich finden dort eine oder mehrere Veranstaltungen statt, für die - oft in großer Eile - die Bestuhlung individuell angepasst, der Konzert­flügel verrückt oder Instrumentenkoffer und Bühnenre­qui­siten über den Par­kett­boden von Saal und Bühne ge­schoben werden müssen. Diese enorme Belastung hatte im Laufe der Jahre deutliche Spuren auf dem Boden hinterlassen. Deshalb entschloss sich die Stiftung im Jahr 2018, die Sommerzeit, in der der Saal etwas weniger fre­quentiert wird, für die Parkettsanierung zu nutzen. Dabei sollte eine hochleistungsfähige Be­schichtung zum Einsatz kommen, die dem Boden mehr Schutz vor mecha­nischer Belastung bietet, als die Imprägnierung mit Parkettöl, für die man sich 2001 ent­schieden hatte.

 

Das geeignete Material stellte die CD-Color GmbH & Co. KG zur Verfügung, für die - als Unternehmen der Dörken-Gruppe - dieser Auftrag natürlich eine Ehrensache war. Die Anwendungstechniker des Unternehmens schlugen den Einsatz von Delta 2K Klarlack Aqua vor, der speziell für die Renovie­rungs­beschichtung von stark beanspruch­ten Holzböden ent­wi­ckelt wurde. Der 2-komponentige Klar­lack auf Wasser­basis ist nahezu geruchsfrei und lässt deshalb eine Nut­zung des Raumes bereits unmittelbar nach der Renovie­rung zu - angesichts des ausgebuchten Veranstaltungska­lenders eine der wichtigsten Forderungen bei diesem Objekt. Das Material zeichnet sich zudem durch gute Untergrundhaftung und ausgezeichneten Ver­lauf aus und ist Blei- und Chromatfrei nach DIN 55944. Die Beschich­tung ist hoch strapazierfähig und abriebfest und nimmt dank ihrer guten chemischen Beständigkeit auch eine häufige Reinigung nicht übel. In Zusammenarbeit mit dem ausführenden Herdecker Unternehmen „Naturböden - Isken“ wur­de der genaue Arbeitsablauf und der An­strich­aufbau abgestimmt. Was in dieser Planungsphase aller­dings noch niemand ahnte: Der Sommer 2018 sollte zu einem aus­gesprochenen Hitzesommer werden, der alle Reserven der eingesetzten Wasserlack-Beschichtung for­derte.

 

Nachdem der Boden abgeschliffen war, wurden zunächst die Kanten mit einem Pinsel vorgelegt und dann die Erst­beschichtung mit Delta 2K Klarlack Aqua mit einer kurz­florigen Rolle aufgetragen. Obwohl im Endergebnis eine seidenglänzende Anmutung gewünscht war, wurde dieser erste Arbeitsgang mit der hochglänzenden Qualität ausge­führt. Diese Vorgehensweise ist bei Klarlacken üblich, damit die Mattierungsstoffe in der Seidenglanzqualität am Ende nicht zur Schlierenbildung in der Oberfläche führen. Nach der Trocknung wurden die Flächen - jeweils mit Zwi­schen­schliff - noch zweimal mit Delta 2K Klarlack Aqua in seidenglänzender Ausführung beschichtet. Der Zwi­schen­schliff beseitigte auch die optisch störenden Über­gänge im Überlappungsbereich, die sich durch die extrem schnelle Trocknung in dem auf über 40° C aufgeheizten Raum bildeten. Nach Abschluss der Arbeiten überzeugte die Flä­che durch eine homogene, seidenglänzende Optik. „Für die­ses Ergebnis wurden die Leistungsreserven des Mate­rials allerdings bis zum Anschlag ausgereizt“, so Benedikt Müller-Wortmann, Leiter der CD-Color-Anwen­dungs­tech­nik. „Dank der professionellen Vorgehensweise des aus­führenden Unternehmens konnten die extremen Tempe­ra­tureinflüsse auf das Material jedoch ausgeglichen wer­den.“ Da die Auslastung des Saales keinen Aus­weich­termin zu­ließ, musste diese Herausforderung für Mensch und Ma­terial angenommen werden. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

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