Balkonsanierung

Ihr Balkon ist in die Jahre gekommen und weist Beschädigung auf? Informieren Sie sich hier über die häufigsten Schadensursachen sowie Maßnahmen, wie Sie Beschädigungen beheben und vorbeugen können.

Balkonsanierung
Balkonsanierung

Informationen und Empfehlungen rund um die Balkonsanierung

Frühstück bei Sonnenaufgang, Grillabende mit Freunden oder einfach nur zum Sonnenbaden, der Balkon ist für die meisten Bewohner nicht mehr wegzudenken. Es sollte jedoch nicht unterschätzt werden, dass der Balkon ganzjährlich Wetterumständen ausgesetzt ist, sodass mit den Jahren Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Um eine kostspielige Erneuerung zu vermeiden, sollten Sie bei sichtbaren Schäden frühzeitig Sanierungsarbeiten tätigen oder tätigen lassen.

Die häufigsten Schadensursachen

Fehlerhafter Belagsaufbau

Ein häufiges Problem ist, dass Untergrund und Belag unmittelbar übereinander verlegt worden sind. In diesen Fällen ist bei der Verarbeitung nicht berücksichtigt worden, dass sich die Materialien durch die Temperaturschwankungen unterschiedlich stark ausdehnen und dadurch Risse entstehen können.

Empfehlung:

Um der Rissbildung entgegenzuwirken, sollten zwischen Untergrund und Belag eine Entkopplungs-, Drainage- oder Bauschutzmatte und eine zusätzliche Verdichtung verlegt werden. Diese Vorkehrungen bewirken, dass die Materialbewegungen keine nachteiligen Auswirkungen haben sowie Unebenheiten ausgeglichen werden.

Auftretende Feuchtigkeit

Mit den Jahren ist trotz guter Verarbeitung eine Wasserdurchlässigkeit nicht aufzuhalten. Die Folge ist eine Wasseransammlung zwischen Untergrund und Belag, die dem Zustand des Balkons erheblich schaden kann. Bei wärmeren Temperaturen verdunstet das Wasser, steigt nach oben und hinterlässt dort Rückstände, sog. Kalkausblühungen. Bei niedrigen Temperaturen dehnt sich das Wasser aus, sodass unter Umständen Risse entstehen, durch die sich die Feuchtigkeit weiter ausbreiten kann. Zudem kann die Feuchtigkeit zu Verrostungen an den Betontragplatten führen. Im schlimmsten Fall wird die Betontragplatte dann brüchig und kann eine potentielle Lebensgefahr für die Bewohner darstellen. Dann ist eine Sanierung unumgänglich und sollte unbedingt von einem Fachunternehmen getätigt werden.

Kosten für die Sanierungsarbeiten

Werden die Sanierungsarbeiten von einem Fachunternehmen übernommen, variieren die Kosten je nach den Umständen des Einzelfalles. Die entscheidende Rolle spielen hierbei Größe und Ausmaß des Schadens. Schätzungsweise betragen die Kosten bei mittelgroßen Beschädigungen 100 – 200 € pro Quadratmeter. Zweifelsfrei lässt sich sagen, dass eine frühzeitige Sanierung spätere kostenschwere Sanierungsmaßnahmen verhindern kann.

Empfehlung:

Bei geringfügigen Beschädigungen können zudem Kosten gespart werden, indem die Sanierung in die eigene Hand genommen wird.

Balkonsanierung in wenigen Schritten selbst gemacht

Die Balkonsanierung kann insbesondere bei kleineren Beschädigungen selbst getätigt werden. Die Sanierungsarbeiten sollten jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie erfordern einige Kenntnisse und Fertigkeiten. Nur eine genaue Schadensanalyse und eine gute Verarbeitung gewährleisten eine schadlose Langlebigkeit des Balkons. Bevor die Sanierungsarbeiten beginnen können, sollte der alte Bodenbelag entfernt werden, sodass nur noch die blanke Betonfläche sichtbar ist. Diese ist vorab gründlich zu reinigen.

1. Schadensanalyse zur Sanierungsvorbereitung

Im ersten Schritt wird der Schaden analysiert. Dafür wird zum einen ein Saugfähigkeitstest zur Feststellung von Undichtigkeiten durchgeführt und zum anderen das Gefälle überprüft.

  • Für den Saugfähigkeitstest wird eine kleine Menge Wasser auf die Betonfläche gegossen. Zieht das Wasser innerhalb von drei Minuten in den Untergrund ein, dann ist das Saugverhalten der Betonfläche ausreichend. Tritt ein abweichendes Ergebnis ein, dann sollte sie vor der Verarbeitung noch abgeschliffen werden.

  • Damit das Wasser abfließen kann, sollte der Balkon zudem ein Gefälle von etwa 2 % (von der Hauswand weg) aufweisen. Bei einem geringeren Neigungswinkel ist ein Gefälleestrich aus Flüssigkunststoff mit der erforderlichen Neigung zu verlegen. Zwischen den beiden Materialien ist ein Dämmstreifen zu platzieren.

2. Untergrundaufbereitung

In der Betonfläche sind Löcher und sonstige Unebenheiten mithilfe von Mörtel und Glättekelle auszugleichen. Anschließend wird die Betonfläche mit einem Dichtungsanstrich versiegelt. Dieser wird gleichmäßig, in mehreren Durchgängen aufgetragen. Auf dem Dichtungsanstrich wird die Entkopplungs-, Drainage- oder Brandschutzmatte verlegt sowie die Ecken und Kanten mit einem Abdichtband verklebt.

3. Balkon neu verfliesen und verfugen

Auf dem präparierten Untergrund werden die Fliesen nach der „buttering floating“ Technik verlegt. Hierfür werden Untergrund und Fliesenrückseite mit Fliesenkleber bestrichen, aneinandergeklebt und mit einem Gummihammer festgeklopft. Ist der Fliesenkleber getrocknet, werden alle Eck- und Anschlussfugen mit wetterfestem Silikon verfugt. Alternativ können auch Klick-Fliesen aus Naturstein oder Holz verwendet werden.

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