Im besten Fall sieht sie nicht nur ordentlich aus, sondern ist auch mit attraktiven Inhalten befüllt: die Bewerbungsmappe. Doch während Lebenslauf, Zeugnisse und Zertifikate über Werdegang und Fähigkeiten informieren, ist das Herzstück einer jeden Bewerbung das Anschreiben. Und dies erfüllt vor allem eine Funktion: die Motivation darzulegen.
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Einschlägige Ratgeber verweisen in diesem Zusammenhang gerne auf „leere“ Worthülsen, die sich durchgesetzt zu haben scheinen. Doch versetzen Sie sich einmal in die Rolle des Malermeisters, der einen Azubi sucht. „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen...“ liest er in 25 Bewerbungen gewiss 24 mal. Und ist gelangweilt. Ebenso sollten Sie nicht gleich zu Anfang mit Ihren überdurchschnittlichen schulischen Leistungen prahlen oder auf dem abgegriffenen Zitat eines toten Literaten aufbauen.
Ein bisschen frech, außergewöhnlich, ja innovativ – so geht Bewerben in der heutigen Zeit, und das gilt am allermeisten für den Einstieg. Natürlich ist es gängige Praxis, sich auf Stellenanzeigen oder vorher geführte Telefonate zu beziehen, aber was der Meister eigentlich wissen möchte ist folgendes: Warum bewerben Sie sich für gerade diese Ausbildung, und wieso gerade bei diesem Betrieb? Bringen Sie dies unbedingt auf den Punkt.
Haben Sie dies gemeistert, kann es im zweiten Teil des Schreibens um Ihre Stärken gehen. Vor allem Soft-Skills sollten im Anschreiben Erwähnung finden, denn die Hard-Skills, wie beispielsweise die Abschlussnote, stehen bereits im Lebenslauf. Erklären Sie Ihrem Gegenüber, wieso Sie der perfekte Kandidat für den Ausbildungsplatz sind und warum Sie sich besser eignen als die Konkurrenz. Genau wie bei der Einleitung geht es hier darum, sich von der Masse abzuheben. Dabei sollten Sie aber nicht einfach ihren Lebenslauf verschriftlichen, sondern sich genau klar machen, welche Eigenschaften gefordert sind und welche Sie davon besitzen. Einfach nur zu behaupten, teamfähig, kreativ, selbstständig oder sorgfältig zu sein, und nur positive Eigenschaften aufzuzählen, wie die Zutaten für ein Kuchenrezept, bringt dabei weit weniger, als es anschaulich an Beispielen zu illustrieren.
Mit einer Abschlussformulierung beenden Sie das Schreiben. Dabei gilt genau dasselbe, wie für den Rest: Verzichten Sie auf Floskeln, aber halten Sie sich dennoch an gängige Regeln. Bedanken Sie sich für das Interesse, denn schließlich hat der Adressat bis hierhin gelesen. Bekunden Sie zudem Ihre Vorfreude auf ein persönliches (Vorstellungs-)Gespräch. Dabei können Sie auch ruhig mutig sein und den Konjuktiv weglassen. Sie freuen sich, nicht: Sie würden sich freuen.
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