Über den Tellerrand schauen: Auslandspraktikum für Maler in Ausbildung

Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihren Azubis während der Ausbildung Auslandserfahrungen ermöglichen. So haben 2010 rund 1.500 junge Menschen mit Unterstützung der Initiative „Berufsbildung ohne Grenzen“ einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolviert. Im Gegenzug erhielten 500 Auszubildende und junge Fachkräfte aus dem europäischen Ausland Einblicke in Unternehmen in Deutschland. Auch Maler und Lackierer haben an der Aktion teilgenommen.

 Skandinavische Länder werden für Auslandspraktika immer beliebter
Ob Schweden, Finnland oder Norwegen – skandinavische Länder werden für Auslandspraktika immer beliebter. Foto: Inter Chalet Ferienhaus-Gesellschaft mbH

Warum ein Auslandsaufenthalt?

Vorteile für Unternehmen:

Besonders mit Blick auf die Fachkräftesicherung sind Auslandsaufenthalte für Unternehmen eine gute Investition in den eigenen Nachwuchs. Vor allem mittelständische Betriebe nutzen deshalb zunehmend die Chance, ihren Auszubildenden ein Auslandspraktikum zu ermöglichen. Sie positionieren sich so als attraktiver Arbeitgeber und als innovatives Ausbildungsunternehmen.

Vorteile für Azubis:

Ein Auslandsaufenthalt bietet die Möglichkeit Fremdsprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und erhöht damit die Chance, sich später auf dem Arbeitsmarkt von anderen Bewerbern positiv abzuheben.

Außerdem lässt sich „über den Tellerrand“ hinausschauen, um Kultur, Arbeits- und Lebensgewohnheiten anderer Länder kennenzulernen.

Wann, wie lange, wohin?

Bis zu einem Viertel der regulären Ausbildungszeit können Interessierte im Ausland verbringen. Bei einer dreijährigen Ausbildung sind das zum Beispiel neun Monate.

Auslandspraktika sind grundsätzlich in jedem Land der Welt möglich, auch im deutschsprachigen Ausland (Österreich, Schweiz). Beliebt sind vor allem England, Frankreich, Spanien und Italien. Aber auch Polen und die skandinavischen Länder holen immer mehr auf.

Da bei Maler-Azubis der Umgang mit Kunden nicht direkt notwendig ist, sind gute Sprachkenntnisse nebensächlich. Das ermöglicht eine flexible Länderauswahl – schließlich lässt sich im Notfall „mit Händen und Füßen“ kommunizieren.

Ratgeber

Auf www.mobilitaetscoach.de erhalten Unternehmen und Auszubildende erste Informationen über die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Auslandsaufenthalten. Neben Checklisten, Musterverträgen und nützlichen Links bietet die Internetseite auch Kontakt zu den Beraterinnen und Beratern der beteiligten Kammern. 

Das Programm „Berufsbildung ohne Grenzen“

„Berufsbildung ohne Grenzen“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), mit der bundesweit Mobilitätsberaterinnen und -berater bei den Kammern finanziert werden.

Das Mobilitätsberatungsprogramm wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Sozial

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