Tipps für Auszubildende Maler und Lackierer: Was ist richtig, was falsch?

Malerpraxis-Tipps für Azubis: Sie haben vor einigen Monaten frisch Ihren Ausbildungsplatz bezogen? Dann möchten wir von der Malerpraxis-Redaktion zunächst einmal herzlich gratulieren. Jetzt, wo der Arbeitsalltag eingekehrt ist, ist es an der Zeit, über die ersten Fettnäpfchen zu reden. In diese tritt man gerne, wenn die erste Aufregung vorbei ist und man beginnt, hier und da ein wenig mutiger zu werden.

Auszubildender mit fragendem Blick
Ausbildung als Maler und Lackierer begonnen? Malerpraxis hält wertvolle Tipps bereit.

#1: Ich zeig mal, wie selbstbewusst ich bin.

Tun Sie das, aber bitte nicht auf Kosten des Betriebsfriedens. Vor dem Ausbildungsbeginn hört man nämlich viel. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ sagt man oft. Man hört Geschichten, dass gerade die Neuen öfters die Halle fegen, als dass sie einen Pinsel in die Hand nehmen dürfen. Oder dass Sie als Auszubildender derjenige sind, der öfters Laufburschenjobs und Schleppereien erledigen darf als andere.

Nun, es ist leider eine Tatsache, dass hin und wieder Arbeiten anfallen, die lästig, aber genauso wichtig sind, damit der Betrieb läuft. Verteilen Sie daher nicht gleich Saures, wenn man mal etwas von Ihnen verlangt. Unser Azubi-Tipp: Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Ausbilder wirklich nicht den Ausbildungszielen nachkommt, dann gibt es sicherlich andere Wege, was man dagegen tun kann. Suchen Sie zu allererst das offene Gespräch mit Ihrem Meister. Er ist immerhin auch nur ein Mensch. Auch ihm kann es passieren, dass er im Arbeitsalltag mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Zu einer Berufsausbildung gehört nämlich nicht nur das Fachliche, sondern auch der Umgang mit innerbetrieblichen Spannungen. Das ist auch letztendlich ein großer Teil dessen, was die Berufserfahrung ausmacht.


#2: Ich kann auch nervige Kunden in die Schranken weisen.

Bloß nicht. Sicherlich ist es grundsätzlich nicht verkehrt, den Kunden darauf hinzuweisen, wenn bestimmte Extrawünsche das veranschlagte Budget überschreiten, allerdings sind solche Angelegenheiten Chefsache. Unser Azubi-Tipp: Melden macht frei. Wenn Sie spitzkriegen, dass der Kunde hier und da ein Extra-Tüpfelchen anmeldet oder Sie das Gefühl haben, dass er  ungerechtfertigter Weise Ihre Arbeit kritisiert, geben Sie das am besten gleich weiter. Ist der Chef nicht in greifbare Nähe, dann wenden Sie sich an Ihre alteingesessenen Kollegen. Oftmals liegen hier einfach nur Missverständnisse zugrunde und es bedarf ein wenig Erfahrung im Umgang mit schwierigen Kunden, um solche Situationen zu meistern. Und wenn der Kunde wirklich mit seinen Extrawünschen über das vereinbarte Ziel hinausschießt, dann wird Ihr Geschäftsführer sich sicherlich freuen, das Angebot zu erweitern und seinen Umsatz zu erhöhen.


#3: Der Meister hat mir was zu sagen. Sonst niemand.

Stimmt und stimmt nicht. Ihr Chef sieht es sicherlich sehr gerne, wenn Sie den Großteil der Entscheidungsgewalt bei ihm sehen. Allerdings wird er es nicht mögen, wenn Sie als Neuling die Ratschläge und Anweisungen der erfahreneren Mitarbeiter in den Wind schießen. Denn der Meister ist nicht der einzige im Betrieb, der weiß, wie es geht. Es darf selbstverständlich nur nicht darin ausarten, dass die älteren Kollegen meinen, Sie herumschubsen zu können. Sollte das der Fall sein, dann sprechen Sie Ihren Meister mal in einer ruhigen Minute darauf an.


#4: Wichtige Entscheidungen kann ich alleine treffen. 

Welche sollen das denn sein? Sicherlich freut es den Vorgesetzten, wenn er seinen Mitarbeitern nicht alles haarklein zum 100. Mal erklären muss, sondern wenn sich im Laufe der Zeit eine bestimmte Spanne an selbständigen Entscheidungen einschleift. Allerdings können Sie gerade als frischer Azubi nicht immer wissen, welche das sind. Und nur, weil im Fall XY so und so entschieden wurde, heißt das noch lange nicht, dass es immer so sein muss. Das ist ja gerade das Gute am Azubidasein: Sie dürfen Fragen stellen. Auch hier gilt unser Azubi-Tipp: Melden macht frei. Wichtige Entscheidungen sollten auch von wichtigen Stellen kommen. Geben Sie es schnell weiter, wo es hakt und Probleme gibt und wo Sie eine Entscheidungshilfe benötigen, um gewissenhaft weiterarbeiten zu können.

Haben Ihnen diese Azubi-Tipps gefallen? Oder haben wir etwas übersehen? Dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns über eine Nachricht von Ihnen, gerne über unser Kontaktformular.

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