Wände marmorieren – diese Techniken gibt es

Wände in Marmoroptik sind ein echter Hingucker. Sie machen den Wandanstrich lebendiger und einzigartig. Doch wie genau bekommt man diese besondere Wandgestaltung in Marmoroptik hin? Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Techniken, mit denen Sie Ihrer Wand den Marmorlook verpassen können.

Ein einfacher Farbanstrich erscheint Ihnen langweilig und unspektakulär? Wie wäre es dann mit einer einzigartigen Marmorstruktur, die eine gewisse Eleganz in Ihre vier Wände bringt? Um diesen besonderen Effekt in den Anstrich zu bekommen, muss man nur die richtige Technik beherrschen. Bei der Wahl der Technik kommt es auch auf Ihr handwerkliches Können an. Wir stellen Ihnen hier die verschiedenen Techniken, um Wände zu marmorieren, vor und zeigen, wie Sie die Marmoroptik auf Ihre Wand zaubern können.

Wandgestaltung in Marmoroptik: Drei verschiedene Methoden

Für Profis: Die Spachteltechnik

Die Spachteltechnik ist etwas für fortgeschrittenere Handwerker. Es erfordert Übung, die Wände mit dieser Technik zu marmorieren und ist zudem auch sehr zeitaufwendig. Für die Marmoroptik wird hierbei auf der glatten Wand Spachtelmasse in kleinen Flecken aufgetragen. Effektspachtel eignet sich für diese Technik besonders gut.

Die kleinen gespachtelten Stellen auf der Wand werden entgegengesetzt diagonal glattgestrichen. Wichtig ist dabei, dass die Effektspachtel-Flecken nicht ineinanderlaufen. Nachdem die Spachtelmasse getrocknet ist werden die Flecken mit Schleifpapier abgeschliffen. Empfehlenswert ist dabei ein Schleifpapier mit 180er Krönung.

Danach folgen noch weitere zwei Durchgänge. Dabei werden die Leerstellen in der gleichen Art und Weise gespachtelt, allerdings überlappt die neue Spachtelmasse hierbei mit den alten Flecken. Am Ende wird der getrocknete Effektspachtel mit dem Spachtel so lange abgezogen, bis die Wand glatt ist und glänzt.

 

Wände mit Naturschwamm marmorieren

Weniger zeitaufwendig als die Spachteltechnik ist das Marmorieren von Wänden mithilfe eines Naturschwamms. Besonders für Anfänger ist diese Technik geeignet. Allerdings entsteht durch den Naturschwamm ein rein optischer Effekt auf der Wand. Um mit dieser Technik eine Wand zu marmorieren, benötigt man neben weißer Farbe drei weitere Farben einer Farbfamilie in unterschiedlichen Helligkeitsstufen sowie drei Naturschwämme.

Zunächst sollte die zu marmorierende Wand mit weißer Farbe grundiert werden. Die ausgewählte hellste Farbe wird anschlließend mit dem Naturschwamm aufgetupft. Dafür sollte der Schwamm nicht vollständig sondern nur leicht in die Farbe getaucht werden.

Mit dem Schwamm wird die Farbe in regelmäßigen Tupfflecken auf der Wand verteilt. Dazwischen sollte der weiße Untergrund allerdings noch zu sehen sein, damit der besondere Marmoreffekt am Ende entsteht. Danach wird dieser Vorgang mit der dunkelsten Farbe durchgeführt und schließlich noch mit der mittleren Farbstufe. Wer eine besondere Liebe zum Detail hat, kann zusätzlich noch mit einem Pinsel Adern in die Farbe setzen, um den Marmorlook noch mehr zu unterstreichen.

 

Mit der Wickeltechnik Wände gestalten

Noch einfacher als die oben beschriebene Schwammtechnik, ist die sogenannte Wickeltechnik. Diese Vorgehensweise eignet sich nicht nur auf einer glatten Wand, sondern beispielsweise können auch Rauhfasertapeten so marmoriert werden.

Bevor man mit dem eigentlichen Marmorieren startet, muss die Wand bereits einen Farbanstrich haben, der in etwa einen Tag alt ist. Bei der Farbwahl können Sie kreativ werden und ruhig mehrere Farben verwenden. Dabei sollte nur darauf geachtet werden, dass man entweder helle Farbe auf dunkle Farbe aufträgt oder andersherum.

Für die Wickeltechnik kann ein einfaches Tuch verwendet werden, beispielsweise aus Leder, Baumwolle oder Leinen. Das Tuch wird dann mit der gewählten Farbe befeuchtet. Am besten wringen Sie das Tuch nochmal ordentlich aus, bevor Sie beginnen, damit das Tuch tatsächlich nur leicht feucht ist. Das zusammengeknüllte Tuch wird dann schließlich wie eine Rolle in ungleichmäßigen Linien kreuz und quer bewegt. Alternativ kann die Farbe mit dem Tuch auch aufgetupft werden, ähnlich wie bei der Naturschwammtechnik.

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