Malerpinsel reinigen: So geht’s richtig

Nach dem Streichen heißt es: Pinsel reinigen. Aber wie geht das eigentlich richtig? Nur Wasser reicht meistens nicht aus. Nachlesen!

Pinsel richtig reinigen

Alles fertig gestrichen, jetzt geht es an die Pinselreinigung. Was beim Streichen von Vorteil ist, ist beim Reinigen von Nachteil. Der Pinsel soll die Farbe aufnehmen, sich damit vollsaugen und dann wohldosiert an Möbel, Wand oder ähnliches abgeben. Kurz: Ein vollgesogener Pinsel ist während des Streichens eine Wohltat. Im Anschluss dann allerdings eher nicht. Denn: Mit warmem Wasser und ein bisschen mit den Fingern drüber rubbeln ist es meist nicht getan. Wer nach dem Reinigen der Pinsel nicht aussehen will, wie ein bunter Vogel und seine Pinsel möglichst lange nutzen möchte, sollte sie also fachmännisch von übriggebliebener Farbe befreien.

Über die Auswahl des richtigen Reinigungsmittels entscheidet die gewählte Farbe. Welche Basis hat die Farbe und welche Borsten der Pinsel? Dispersionsfarben, wie es z. B. klassische Wandfarben sind, lassen sich mit warmem Wasser vom Pinsel entfernen. Bei lösungsmittelhaltigen Lacke und zum Teil auch bei Alkydharzlacke ist es nicht ganz so einfach: Sie lassen sich nicht so einfach mit Wasser entfernen. Lösungsmittelhaltige Lacke werden mit Pinseln aus Naturborsten bearbeitet. Hier wird Terpentin, Terpentinersatz oder Wasch- bzw. Reinigungsbenzin benötigt, um die Pinsel von der Farbe zu reinigen.

Pinsel von Dispersionsfarbe reinigen:

1. Farbreste aus dem Pinsel ausstreichen z. B. auf alter Tapetenbahn oder auf Zeitungspapier.
2. Pinsel unter warmem fließendem Wasser ausspülen, bis keine Farbreste mehr erkennbar sind.
3. Dabei sollten Sie die Borsten langsam hin und her schieben bzw. ausdrücken. Allerdings ohne sie zu sehr abzuknicken, denn dann besteht die Gefahr, dass sie abbrechen.
4. Wasser gut aus dem Pinsel ausschlagen und den Pinsel im Anschluss hängend trocknen lassen.

Pinsel von Lack befreien:

1. Lackreste aus dem Pinsel ausstreichen z. B. auf alter Tapetenbahn oder auf Zeitungspapier.
2. Nun den Pinsel mit Terpentinersatz oder Waschbenzin reinigen.
3. Pinsel in ein Glas mit entsprechendem Lösungsmittel stellen, oder besser noch einhängen, damit die Borsten nicht abknicken.
4. Die sich lösenden Lackreste immer mal wieder auf einer Unterlage ausstreichen.
5. Reinigungsmittel ausschlagen und den Pinsel gründlich mit Wasser ausspülen und hängend trocknen lassen.

Pinsel von Dispersionsfarbe befreien: Drei Hausmittel

Bei herkömmlicher Wandfarbe an den Pinseln reicht, wie bereits erwähnt, meistens Wasser. Manchmal muss aber doch etwas mehr her, da sich die Farbe nicht so einfach lösen lässt, wie gedacht. Das geht allerdings auch ohne Chemie. Oftmals reichen schon einfache Hausmittel um die Pinsel oder auch Farbrollen von der restlichen Farbe zu befreien.

Pinsel mit Essigessenz reinigen 

Ein gutes Mittel, um einen Pinsel mit frischer Farbe schnell von dieser zu befreien, ist das Reinigen mit Essigessenz. Hierzu den Pinsel einfach in ein Behältnis mit warmer Essigessenz stellen. Achtung: Manche Malerpinsel haben Metallansätze, diese sollten nicht mit im Reinigungsbad landen – Metall und Essig vertragen sich nicht.

Pinsel mit Spülmittel reinigen 

Gegen verkrustete Reste: Eine simple Methode Pinsel sauber zu machen, ist herkömmliches Spülmittel. Diese Herangehensweise ist nicht empfehlenswert, wenn der Pinsel noch voll mit nasser Farbe ist. Allerdings ist sie umso hilfreicher, sollte der Pinsel verkrustete Farbreste an den Borsten haben. Um diese Farbreste loszuwerden, einfach den Pinsel für etwa eine halbe Stunde in ein Behältnis mit warmem Wasser und Spülmittel stellen.

Pinsel reinigen mit Weichspüler 

Der Alleskönner: Weichspüler ist ein tolles Hausmittel, wenn es um das Auswaschen von Farbpinseln geht. Und so geht’s: Pinsel in unverdünntem Weichspüler für zehn Minuten einweichen lassen, dann mit warmem Wasser abspülen. Dank weicher Borsten lässt sich eingetrocknete Farbe zum Schluss ganz leicht ablösen.

 

 

Farbrollen reinigen

Oftmals arbeiten wir beim Anstreichen mit unterschiedlichem Werkzeug. Neben einem Pinsel kommen häufig auch Farbrollen zum Einsatz. Meist reicht es, diese unter fließendem warmem Wasser zu reinigen. Dazu die Malerrolle einfach mit den Händen von oben nach unten ausdrücken, spülen, ausdrucken, spülen – so lange bis keine Farbe mehr austritt. Aber auch Farbrollen brauchen manchmal die Chemiekeule. Egal ob Terpentin, Terpentinersatz oder Reinigungsbenzin, hier sollten säurefeste Gummihandschuhe getragen werden, damit es nicht zu Reizungen oder Verletzungen kommt.

Reinigungsmittel sollten übrigens stets im Sondermüll entsorgt werden, da Reste und darauf hervortretende Dämpfe stark umweltbelastend sind.

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