Farbe für jeden Ort Teil 1

Raumgestaltung im Kindergarten und der Schule

Die richtige Raumgestaltung ist nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch in speziellen Einrichtungen wichtig. In unserer dreiteiligen Reihe beschäftigen wir uns mit der besonderen Farb- und Raumgestaltung in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Büros. Lesen Sie im ersten Teil, worauf es bei der Gestaltung in Kindergärten und Schulen ankommt und was es zu beachten gilt.

Wonach greift ein Kind, wenn es die Wahl zwischen einem roten und einem schwarzen Ball hat? Aus Sicht der Erwachsenen natürlich nach dem roten Ball. Was vielen aber nicht klar ist: die Vorliebe für kräftige Farben kann nicht automatisch auf ganze Räume übertragen werden. Deswegen sollte besonders in Kindergärten und Kindertagesstätten auf eine überlegte Farbgebung geachtet werden.

Generell gilt, dass Decken in einem reinen oder leicht abgetönten Weiß ideal sind, um die Beleuchtung im Raum zu gewährleisten. Gruppenräume, in denen sich Kinder am meisten aufhalten, sollten farblich dezent gestaltet werden. Hier bietet es sich an eher Pastel- oder abgetönte Farben zu verwenden, die eine ruhige Atmosphäre schaffen und Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. In Fluren oder Räumen, in denen die Aufenthaltsdauer eher gering ist, können kräftigere, gesättigtere Farben zum Einsatz kommen, die auch die Orientierung der Kinder unterstützen. Ruhe- oder Schlafräume sollten, wie Gruppenräume, starke Farben und Kontraste zwischen Wand, Decke und Fußboden vermeiden. Gedeckte und beruhigende Farben sind hier gewünscht.

Auch auf der Toilette kann die Farbgebung positiven Einfluss auf die Kinder nehmen. Da Weiß und Grau von Kindern eher abgelehnt wird, sollte auch im Bad mit freundlichen Farben gearbeitet werden. Um die Erzieher nicht zu vergessen: Als Pausenraum oder Rückzugsraum eignen sich auch hier eher gedeckte Farbe, die Ruhe und Entspannung fördern.

Auch in Schulen sollte auf eine lernfördernde und angenehme Farbgestaltung gesetzt werden. Raumverhältnisse wirken sich nicht nur auf das Wohlbefinden, sondern auch auf das Verhalten und die Leistungsfähigkeit aus. Gerade in Klassenzimmern sollten daher warme Farben von gelb bis orange oder rot zum Einsatz kommen. Diese Farben wirken raumweitend und erzeugen ein positives und freundliches Klima.

Ebenfalls positiv für das Arbeitsklima sind Pflanzen. Sie tragen nicht nur zur optischen Verschönerung bei, sondern verbessern auch die Schalldämmung, Raumakustik und die Luftqualität im Klassenzimmer. Außerdem sollte ein Klassenraum flexibel sein, also mit Tischen, die sich leicht umstellen lassen, denn den idealen Raum gibt es nicht – es kommt auch darauf an, was und wie darin unterrichtet wird.

Lesen Sie im zweiten Teil unserer Reihe, wie die richtige Farbgestaltung in Krankenhäusern, Arztpraxen und Senioreneinrichtungen die Patienten unterstützen kann.

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