Betriebliche Ersthelfer

Warum sie nicht fehlen dürfen

Fast 100.000 Arbeitsunfälle ereignen sich jährlich auf Baustellen. Dass trotz umfangreicher Arbeitsschutzmaßnahmen noch viele Unfälle passieren, zeigt, wie wichtig Arbeitsschutz ist. Daher sollte in jedem Betrieb in Deutschland ein betrieblicher Ersthelfer vorhanden sein – die gilt auch für Kleinbetriebe. Was so ein Ersthelfer ist und warum es so wichtig ist, erklären wir hier.

Bereits ab zwei Beschäftigten im Büro oder auf der Baustelle ist ein Ersthelfer erforderlich. Die Unfallverhütungsvorschrift §26, DGUV Vorschrift 1 bestimmt eine Mindestanzahl von einem Ersthelfer bei zwei bis 20 Beschäftigten. Bei mehr als 20 Beschäftigten müssen zehn Prozent der Mitarbeiter Ersthelfer sein. Aber was ist denn ein Ersthelfer?

Ein Ersthelfer ist ein ausgebildeter Mitarbeiter, der bei einem Unfall Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen muss. Dabei reicht kein einfacher Erste-Hilfe-Kurs. Der Mitarbeiter muss entsprechend geschult werden, sodass er nicht nur leichte Verletzungen, sondern auch lebensrettende Sofortmaßnahmen ohne weitere Hilfe als Erster ergreifen kann.

Aber auch hier gibt es eine klare Regelung: Nur Mitarbeiter, die von einer ermächtigten Stelle in erster Hilfe ausgebildet wurden, dürfen auch als Ersthelfer im Betrieb eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe oder der Malteser Hilfsdienst. Die geschulten Mitarbeiter müssen ihr Wissen alle zwei Jahre erneut auffrischen.

Ein Ersthelfer hilft auf der Baustelle natürlich wenig, wenn das entsprechende Material zur Ersthilfe nicht griffbereit vorhanden ist. Demnach müssen im Betrieb und auf Baustellen Verbandskästen und weitere Materialien so zur Verfügung stehen, dass diese schnell erreichbar und leicht zugänglich sind. So wird garantiert, dass sich die Unfallausmaße auf Baustellen minimieren und die Unfallrate zurückgeht.

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